13 hours ago

#89 Wann wird soziale Anpassung eigentlich zu Selbstverlust?

Wie wahrhaftig zeigst Du Dich Deinen Beziehungen? Kannst Du Dich locker, entspannt und völlig frei fühlen? Stehst Du zu dem, was Du bist? Mit all den rauen Kanten? Mit Ansichten, Lebensweisen, Visionen, die für andere herausfordernd sind, vielleicht sogar unverschämt :-), aber zutiefst kohärent für Dich selbst? Oder passt Du Dich immer noch zu sehr an Deine Umgebung an und Harmonie und Sicherheit stehen über Wahrhaftigkeit? Wir sind soziale Wesen und unsere Nervensysteme schwingen miteinander, immer, das ist wunderschön und kann uns inspirieren, erweitern, berühren und nähren. Wenn wir aber "performen", dann übernimmt unsere Biologie mit unserer tieferen unbewussten Wahrnehmung von der Welt und wie wir uns im Kontakt erlauben können uns zu zeigen, wir sind dann nur halb da, wir sind im Überlebensmodus. Wie können das erfüllende Begegnungen sein, wenn dort nur sozial angepasste Aspekte interagieren und wenig Raum für echtes Sein ist? Selbstverlust geschieht oft so subtil und oft fühlen wir uns nach einer Begegnung etwas ausgelaugt und nicht wirklich erfüllt, so als hätten wir Energie verloren und oft stellen wir das nicht einmal in Frage. Manchmal passt die Umgebung nicht mehr zu der Version, zu der wir uns entwickelt haben und manchmal verlieren wir uns auch, um  "sicher" zu bleiben, auch wenn es uns nicht mehr dient.  Wenn Deine Beziehung zu Dir selbst bereits innig und verbunden ist, wenn Du in Dir zu Hause bist, Dich in Dir wohl fühlst (ohne jegliche Ablenkung), dann wird Dein Körper Dir sehr genau zeigen, wenn Du Dich selbst verlässt, er wird es nicht mehr tolerieren, was früher ganz "normal" war, Du wirst Dich unwohl dabei fühlen, wenn Du aus Dir herausfällst. Mit sich selbst verbunden zu sein, ist der erste Schritt und dann in diesem Zustand in Beziehung sein zu können, eröffnet ein nächstes Wachstumsfeld. 

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Version: 20241125